daheim und anderswo

Das Floorball-Village auf der ispo 09 in München ruft. Unihockey stellt sich nach Sommer ispo 2007 und Winter ispo 2008 erneut den Fachbesuchern der Sportmesse als Trendsportart vor. Zwei Tage lang (von insgesamt vier Messetagen) werden wir Fotos schiessen und Videos, vorrangig Interviews, für Unihockey-Portal.de drehen. Und natürlich sind wir als aktive, neugierige Sportler gespannt, welche Equipment-Neuheiten die Hersteller vorstellen. Ich hoffe, wir haben auch einen Moment Zeit zum Testen…
Und wenn wir schonmal im tiefsten Bayern sind, werden ggf. noch ein oder zwei Tage im Schnee verbringen. Das entscheidet sich allerdings erst am Dienstag. Ob und wo genau werden wir dann spontan entscheiden.
Heute stand großes ‘Fotos aussuchen’ und ‘online bestellen’ an. Nachdem wir meine Eltern vor einem Jahr von analoger und völlig antiquierter Fotoknipse auf eine Canon Ixus 75 umgestellt haben, sind sie fleissig und total begeistert am Abdrücken. Ausdrucken war nur bisher leider nicht möglich, da das Heimatdorf völlig unzureichend mit ‘dem Internet verkabelt’ ist. Letztendlich blieben nach der Auswahl von 200 Fotos ganze 150 übrig, die man gern in den Händen halten und später mal wieder durchblättern oder dem Besuch vorführen möchte…
Dabei wurde außerdem beschlossen, dass die Bilderrahmen im Wohnzimmer neu bestückt werden sollten – die Mutti steht auf Blümchenfotos. Bisher zierten rote Tulpen aus Omas Garten die quadratischen Rahmen. Jetzt werden sie gegen rosa oder gelbe Seerosen, aufgenommen 2007 in einem botanischen Garten auf Teneriffa, ersetzt.
Seerosen in gelb:

Na ja, eigentlich geht der Spruch anders. Ich leide gerade trotzdem (01:37 Uhr). Der Chris hockt schon seit Stunden neben unserem “Internet-Gott” und gemeinsam werkeln sie an neuen Features für Cosmoty.de, die ich mir – ich geb’s ja zu – schon lange und ganz dringlich wünsche. Da bleibt mit lediglich der etwas langweile Zeitvertreib bis zum Feierabend: Sinnloses Netz-Geklicker. Der Kopf ist für Arbeit mittlerweile zu schwer und die heutige todo-Liste ist mit mehreren wichtigen Punkten bereits vollständig abgearbeitet :)
Verleger Hubert Burda auf der DLD 09 zu seinen Internetbeteiligungen. Im speziellen ist scheinbar die Rentabilität von focus.de gemeint. Nachlesen!
Die ‘never ending Story’ ist vorbei! Ich habe soeben einen vorläufigen Personalausweis bekommen, einen Vollwertigen beantragt und ebenso einen Reisepass ‘bestellt’. Das Prozedere hat leider mehr als eine halbe Stunde in Anspruch genommen. Doch nach mehreren ‘Neustarts’ eines billigen Farbdruckers, dem Abschuss eines NT-Arbeitsplatzrechners des Verwaltungsangestellten und dem danach erforderlichen Wechsel zu einem anderen Ansprechpartner ist die Mission geglückt. Ich bin um 75 Euro ärmer, Schäuble um ein paar Fingerabdrücke reicher ;)
Danke Überwachungsstaat!

Genauso gern, wie wir selbst kochen, lassen wir uns auch bekochen. Doch in Wernigerode vergeht einem regelmässig die Lust am Essen gehen. Der Kunde ist fast nirgends König und schlimmstenfalls sogar ungern gesehen. Mieser Service durch das Personal lässt sich noch durch eine schlechte Küche toppen, die auf Fertigprodukte und Tütensuppen und -soßen setzt. Widerlich!
Nur allzu oft bekommt der Einheimische die Stärke Wernigerodes negativ zu spüren: Wernigerode ist Touristenstadt. Und die Männer an den Töpfen, hinter der Theke und am Tisch setzen scheinbar nur auf den Tagestouristen. Doch statt diesen von vorn bis hinten zu verwöhnen und bei ihm auch eine gute kulinarische Erinnerung an Wernigerode zu hinterlassen, strengt man sich so gar nicht an. Der Gast betritt das Etablissement nur einmal und dann nie wieder. Denken so Wernigerodes Gastwirte?
Allerdings würde der einheimische Wernigeröder gern wieder kommen, Freunde einladen, sogar weiterempfehlen. In jedem Fall jedoch Geld da lassen und die abends leeren Stuben füllen. Oder kennt jemand ein nettes Restaurant, das bisher durch unser Raster gefallen ist und weiß etwas Positives zu berichten?
Der Artikel “Kulinarischer Kreis” aus der aktuellen Harzzeit macht etwas Hoffnung. Der Reiseführer für Genießer “Gault Millau” für das Jahr 2009 ist gerade erschienen und im Harzkreis sind ganze sieben genannte Restaurants ansässig – zwei davon sogar in Wernigerode: Das Restaurant im Gothischen Haus sowie Orchidea Huong wurden mit 14 bzw. 13 Punkten bewertet.
Ansonsten werden empfohlen:
Rothe Forellen in Ilsenburg
Unter den Linden in Halberstadt
Schlossvilla in Derenburg
Weinstube in Quedlinburg (im Hotel am Brühl)
Prinzessin Marie Pauline in Dedeleben (im Romantikhotel Wasserschloss Westerburg)
Die letzte von der Post selbst betriebene Filiale (Marktstrasse) schliesst Ende März 2009 endgültig. Warum sich allerdings unsere Lokalpolitiker mit kuriosen Aussagen wie ‘eine Ära gehe zugrunde’ oder mit eben jenen Hinweisen auf die lange Historie aufregen bleibt mir ein Rätsel. Wirtschaft funktioniert eben nicht nach dem Muster der Traditionen. Im Sektor der Logistik interessiert es mich herzlich wenig ob ich meine Pakete in einem uralten Standort aufgebe.
Viel gewichtiger ist der Punkt der Erreichbarkeit des neuen Standortes, eine Anfahrt mit dem PKW ist ab März in der Burgstrasse unmöglich. Ebenso wird eine Partner-Agentur nicht das volle Spektrum der Dienstleistungen von Filialen in Eigenbetrieb abwickeln. Mir ist es beispielsweise schon passiert, dass Pakete die eine gewisse Größe erreicht haben in einer privaten Post-Agentur nicht aufgegeben werden konnten (und ja, das Paket hat noch in einen PKW gepasst ;) ). Wo können diese dann in Zukunft aufgegeben werden?
Nach den gestrigen feucht-kalten Nebelschwaden, lies die Sonne heute das frostige Ergebnis erstrahlen…


Das Facebook eigene Werbesystem ist anderer Meinung:
Wie kommt er dann auf 2 Millionen Facebook Nutzer in Deutschland?
Wernigerode wächst, Schierke wird eingemeindet. In den vergangenen Jahren wurde stetig von den dort ansässigen Gewerbetreibenden, im speziellen Gastronomen, über die schwächelnde Zusammenarbeit und die doch zu lieblose Eigenvermarktung der Orte Schierke & Drei Annen Hohne gemeckert. Nun wird man unter Führung der Wernigeröder Tourismus GmbH neue Konzepte schaffen und vorantreiben.
Ebenso arbeitet die Stadt Wernigerode an der Eingemeindung Reddebers. Im Hinblick auf die Vergrösserung des Gewerbegebietes am Dornbergsweg ein guter Schritt um gemeinsam Arbeitsplätze zu schaffen und die eh nur hauchdünne geographische Trennung demnächst mit Leben zu füllen.