Den ersten Versuch ein Feuerwerk zu Fotografieren haben wir beim Höhenfeuerwerk in Wernigerode unternommen. Auf den Erfahrungen konnte ich nun aufbauen. Daraus sind dann bei den Pyro Games 2010 diese Fotos entstanden:

Sieht auf den Bildern großartiger aus, als es auf der Veranstaltung in Magdeburg war. Auf den Karten war der Einlaß für 18:00 Uhr vermerkt. Da es für uns an diesem Tag aber noch ein anderes wichtiges Event gabe – den Devils Cup – wollten wir von der Event-Hotline telefonisch erfragen, wann denn das eigentliche Feuerwerk beginnen würde. Nach langem Hin und Her, wollte man uns doch noch verraten, dass das Feuerwerk gegen 21:30 Uhr starten sollte. Eigentlich klar: Wenn es dunkel ist. Start war dann um kurz nach 22 Uhr.

Man empfahl uns am Telefon das Vorprogramm – diverse Bands auf der Bühne und Catering. Gut, dass wir erst kurz vor 21 Uhr ankamen, denn die Bands konnte man zwar kurzfristig ertragen, aber auf lange Sicht war es eher nervig und das Publikum wurde ungeduldig. Klar, wer ab 18 Uhr da war ;) Der Moderator verstand seinen Job überhaupt nicht. Nicht nur die Moderation an sich war schlecht, man wurde stets zum Konsumieren aufgefordert: Kauft den Pyrp-Spezial (Cocktail), kauft Getränke und Würstchen, kauft das Programmheft, kauft Fanartikel, kauft Lasertechnikkram usw… Bei ca. 25,00 Euro Eintritt für einen Sitzplatz / 15,00 Euro Stehplatz muss doch dieses penetrante Anpreisen nicht mehr sein. Allerdings stand man bei angeblichen 30.000 Besuchern auch ein Weilchen an den Buden an.

Für Interaktivität war auch gesorgt: Das Publikum sollte per Telefon (pro Anruf 50 Cent) abstimmen, welcher der drei Feuerwerken als Sieger aus diesem “Wettbewerb” hervorgehen sollte. Geld rauspressen wo es nur ging, gab dem ganzen einen extrem schlechten Beigeschmack.

Aber zum Feuerwerk ansich: Es gab diverse technische Probleme, so dass eins der drei Feuerwerke gar nicht zustande kam – und nur Musik spielte. Und das erste war von der Konzeption her auch nicht wirklich toll. Lediglich das dritte, konnte nach anfänglichen erneuten technischen Problemen dann überzeugen. Musikwahl passte zum Feuerwerk und es gab einige spektakuläre Feuerbälle in prächtigen Farben zu sehen.

Zwischen den einzelnen Feuerwerken waren jeweils mehrere Minuten Pause. So dass die Spannung und Emotion wieder abflaute. Die Sitzplätze sind leider nicht angeschrägt, sondern auf dem Rasen hintereinander bestuhlt. So sah man das sehr tief stattfindende Feuerwerk bei einem ruhigen Song so gut wie gar nicht. Die Tontechnik war nicht gerade optimal eingestellt. Einige Töne waren extrem übersteuerten und die Musik im allgemeinen sehr laut war.

Im Laufe der Zeit wurde das Publikum ungehalten, was dem ganzen Event die Stimmung raubte. Ohne Patzer wäre es sicher ganz nett gewesen. Leider liest man in den Bewertungen bei Eventim, dass auch bei anderen Veranstaltungen diese Fehler (konsequent) unterlaufen. Chris und ich waren daher recht enttäuscht und können bzw. wollen es auch nicht weiterempfehlen. Mag sein, dass es wesentlich schöner gewesen wäre ohne die technischen Patzer und ohne das ich fotografiert hätte – das nimmt natürlich auch viel von der Stimmung. Aber dafür sind die Bilder diesmal ganz gut geworden.

Bis jetzt haben wir das ultimative Feuerwerk im Rahmen der Potsdamer Schlössernacht vor einigen Jahren erlebt. 20 Minuten lang großartige Feuerwerkerkunst zu klassischer (Live-)Musik eines großen Orchesters – perfekt abgestimmt und extrem emotional ergreifend – im historischem Rahmen des Neuen Palais’.

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