Auf’s Neue entdeckt und lieben gelernt: Frisch aufgebrühter Pfefferminztee. Auf unserer Tour über die Insel Texel in Noordholland gab es dieses Getränk, mit ein wenig Honig, in jedem Restaurant und an jeder Strandbar. Nun muss sich Steffi mit der Gartengestaltung beschäftigen und Pfefferminzplantagen aufbauen ;)
Zu besuchen: 100 Schlösser-Route durchs Münsterland und das Haus der Geschichte in Bonn.
Oder: Wie die Bahn versagte.
Noch weit bevor die Sonne aufging, hab ich mich heute aus dem Bett gequält und meinen vor Wochen geplanten Trip nach München angetreten. Ab ins Auto, kurze Fahrt zum Bahnhof Goslar und per Regional-Express nach Hildesheim. Dort ‘sollte’ nur 7 Minuten nach meiner Ankunft der Anschlusszug (ICE keine-Ahnung-welche-Nummer) über Fulda nach München abfahren. Das ist der theoretische Plan, weit entfernt von der Realität.
Angekommen in Hildesheim folgte auf dem Bahnsteig die freundliche Durchsage, dass mein Anschlusszug ‘auf Grund eines Personenunfalls’ eine 60-minütige Verspätung hätte. Auf Nachfrage im Reise-Center der Bahn gab es folgende Antwort: “Der Zug wurde gestrichen, jemand hat sich auf der Strecke vor eine Lok geworfen und somit können Sie mit dem ICE 0815 eine Stunde später fahren”.
In weiser Voraussicht, habe ich die Ankunft in München zirka eine Stunde und vierzig Minuten vor meinem Termin geplant. Somit würde die Stunde ins Konzept passen.
Der “Folge-ICE” kam natürlich zu spät. Aber nur 5 Minuten, somit wären in Fulda, beim Umsteigen, noch 7 Minuten Zeit für den neuen Zugwechsel. Diesen hatte mir das Reisecenter rasch eingeplant. Der “Folge-ICE” fährt allerdings keine direkte Route nach München, sondern ist mit einem weiteren Wechsel in Würzburg verbunden. Dort ist das Zeitfenster mit 4 Minuten ebenso knapp bemessen. Der “Folge-ICE” hat es jedoch geschafft, auf der regulären Strecke weitere Minuten Verspätung ‘heraus zu fahren’ und mir somit auch den Anschluss zu versauen. Ein freundlicher Fahrkarten-Knippser an Board der ‘schnellsten Züge Deutschlands’ hat mich auf eine Alternative aufmerksam gemacht die keine Option sein konnte. Ich solle den ICE in Fulda einfach nicht verlassen und bis Frankfurt durchfahren, von dort über Stuttgart nach München fahren, somit könnte ich noch vor 18 Uhr München erreichen(ca. 17:40 Uhr). Die Resezeit hätte dann mehr als 10 Stunden betragen.
Ein freundliches Grinsen meinerseits. Ein Fingerzeig auf das Ticket, schwarz auf weiss: Beginn der gebuchten Rückfahrt 17:14 Uhr!
Somit folgte ein Abbruch der Tour in Fulda und die problemlose Rückfahrt in nicht verspäteten Verbindungen nach Goslar. Und jetzt schauen wir mal, wie ich diesen Spass dem Bahn-Service erkläre und mein Geld erstattet bekomme. Ein neuer Termin in München muss natürlich auch noch geplant werden.
Das ist wohl mein Erster und letzter Versuch, nach jahrelanger Bahnabstinenz, auf der Schiene ‘entspannt’ zu Reisen.
Der nächste Arbeitsurlaub im Zeichen des Lochballs steht an: Deutschlands Damen spielen Qualifikation für die WM 2011. Wir haben gerade gebucht. Es geht nach Benidorm bei Alicante. Mit der Strand-Skyline wirkt der Ort nicht besonders hübsch, aber lassen wir uns (positiv) überraschen.
Dank Google Street View konnten wir schon mal gucken… Das hier ist das ‘Stadt-Strand’-Hotel Belroy:
Eigentlich hatten wir den Aufenthalt nur von 01.-06. Februar geplant. Da aber die Direktflüge im günstigen Preissegment extrem rar gesät sind, haben wir uns für zwei zusätzliche ‘Urlaubstage’ entschieden, die wir zum Geocachen nutzen werden um ein bisschen was vom Land und nicht nur von der Halle zu sehen ;)
Ein letztes Foto noch aus dem hohen Norden: So schön verabschiedete sich das verschneite Land heute morgen um 10:00 Uhr Ortszeit von uns. Bitterkalte -16°C herrschten auf der etwa 2 stündigen Fahrt von Helsinki nach Tampere.

Bremen empfing uns gegen 11:50 Uhr deutscher Zeit ohne Schnee mit Regen bei +3°C…

Zwei (größere) Plunderstücke für zusammen 8,00 Euro
Hier noch ein paar nächtliche Bilder:



Wir haben allerdings nach 2 Tagen Schneesturm schon an 2 Tagen für ein paar Minuten bis Stunden die Sonne gesehen. Mit dem vielen Schnee, für Helsinki um diese Jahreszeit allerdings deutlich mehr als normal, und unerwartet milden Temperaturen, ist es ein herrlicher Anblick.
Hier läuft das Räumen des Schnees auch etwas anders: Am späten Abend beginnen kleine Raupen in den Schnee breite und weniger breite Schneisen zu ziehen, so dass man recht bequem zu Fuß laufen kann. Den weggeschobenen Schnee türmt man dann zu kleinen und großen Haufen auf (siehe unten). Tagsüber jedoch stapft man durch den Schnee. Mit feinen Schuhen (wie beim tschechischen Verbandschef) keine angenehne Sache ;)


Auf dem Weg zur Halle (Hartwall Areena). Der halb freigeräumte Bahnsteig – noch ohne Sonne…

Heute in einem finnischen Einkaufscenter in Helsinki entdeckt. Daneben standen noch zwei weitere Briefkästen für ‘normale’ Post…
