Langsam wird’s peinlich. Die Strasse, in der wir wohnen, ist nicht besonders lang und wird als Sackgasse von der Stadt auch nicht konsequent von Schnee befreit. Deshalb griffen zwei Anwohner (normalerweise können etwa 6 Autos auf der Strasse stehen) selbst zur Schaufel. Und damit man Arbeit nicht umsonst tut, sperrt man sich einfach für 2 Autos (in einem Haushalt) mit drei Eimern, allesamt mit Steinen befüllt, und Seil dazwischen ein Stück Strasse ab – damit man auf jeden Fall seinen Parkplatz vor der Tür behält.
Die Sperrung dauert dann mal eben auch einen ganzen Nachmittag, wenn alle ausgeflogen sind… ich liebe unsere Nachbarn (jeden Tag ein bisschen mehr…)!
Insgesamt ist übrigens momentan für 3 Autos Platz ;)
Wir sind schon ein kleines Denunziantenvolk. Wir machen alles sehr penibel, aber nichts können wir so gut wie Meckern. Rotten Neighbor, entwickelt in den USA, gibt diesem Hobby eine Plattform. Immer mehr genervte Anwohner lassen hier Ihren Frust ab und beschweren sich meist Anonym über ihre Nachbarn.
In den letzten Tagen bekommt diese Website sehr viel PR:
Die Idee solch einer Community finde ich sehr spannend. Wir befinden uns selbst gerade mitten in der Immobiliensuche und einige Entscheidungskritierien betreffen auch die Nachbarn. Trampelnde Kinder im Haus? Nachbarn, die pünktlich im 8:00 Uhr ihrem Fetisch für Rasenkosmetik fröhnen müssen? Kleffende Hunde, die früher den Wecker spielen als Omas Hühnerstall?
Dennoch haben manche Bewertungen einen faden Beigeschmack. Zum Beispiel jene einzelne, die sich bisher in Wernigerode befindet. Beleidigend und wenig konstruktiv. Ggf. hat sich hier aber nur der Autor ein wenig auf der Landkarte vertippt?!