Zirka 100 Stadtwerke haben bundesweit mit der Planung oder dem Bau von Glasfasernetzen begonnen. Ziel sei die breitbandinge Versorgung der Kunden mit schnellen Internetzugängen. Die Probleme der Telekomanbieter kann ich jedoch nicht verstehen, eine ‘Rückverstaatlichung’ passiert hier nicht, sondern eher eine Verlagerung von Konkurrenzangeboten zu neuen Zugangswegen. Neben der Telefonleitung werden mittlerweile Internetzugänge über das Mobilfunknetz, Richtfunkstrecken, das TV-Kabel, über Astra/ Satellit, über das Stromnetz oder eben über lokale Glasfasernetze vermarktet. Als Kunden freut es mich.
Jetzt die Ernüchterung: Wernigerode ist nicht dabei!
Wie aus dem Umfeld der Stadtwerke Wernigerode zu hören ist, gab es hier zwar Überlegungen zu dem Thema, diese wurden jedoch vor Jahren als Spielerei abgetan und man konzentrierte sich auf das Kerngeschäft Strom.
Somit sind etliche Kilometer Baustellen der Stadtwerke in dieser Hinsicht völlig ungenutzt geblieben und man hat es versäumt für die Zukunft ein Leerrohrnetz bzw. gar gleich ein entsprechendes Kabelnetz zu schaffen um sich diesen Geschäftsbereich zu erschliessen.
Am 19. Januar habe ich eine, leider negative, Antwort auf meine Nachfrage zu verfügbaren Zählern und entsprechenden Kosten für den Betrieb bekommen:
“selbstverständlich besteht die Möglichkeit Ihnen sofort nach Abruf einen entsprechenden Zähler einzubauen. Auch sind wir durchaus in der Lage Ihnen nach Einbau eines entsprechenden Messgerätes eine monatliche Rechnung zu erstellen.
Seit gestern auf der Website der Stadtwerke Wernigerode zu lesen:
“Daisy dumpt Preise
Das Tief Daisy hat in der letzten Woche nicht nur ein Schneechaos beschert, sondern auch für eine rege Ökostrom-Produktion gesorgt. Wegen des starken Windstromaufkommens wurde am 10. Januar an der European Energy Exchange (EEX), der Börse für Energie und energienahe Produkte, deshalb eine Megawattstunde Strom mit minus 9,90 Euro gehandelt.
Sowohl auf dem Land als auch in Offshore-Windparks auf dem Meer stieg die Stromproduktion aus Windkraft an. So gab es plötzlich mehr Strom, als verbraucht wurde. Für die großen Energiekonzerne ist es günstiger, überschüssige Windenergie zu verkaufen, als ihre unflexiblen Kohle- oder Atomkraftwerke kurzfristig zu drosseln. Für die Käufer ein Grund zur Freude: Sie bekamen zu jeder Megawattstunde Strom fast 10 Euro dazu.”
Dann freuen wir uns auf die rege Ausschüttung an die Kunden ;)
Meine Anfrage zum Thema Smart Metering blieb bisher unbeantwortet, leider ist die angeschriebene Mitarbeiterin krank. Eine Kollegin hat meine E-Mail aber nun an die Stelle ‘Zählermanagement’ weitergeleitet und verspricht schnelle Bearbeitung.
Da ich den morgigen Montag als ersten wirklich ernstzunehmenden Arbeitstag in diesem Jahr ansehe, habe ich soeben meine Anfrage zwecks Smart Metering an die Stadtwerke Wernigerode abgesetzt. Die Nachfrage zielt auf Verfügbarkeit von entsprechenden Geräten, Installations- und Betriebskosten sowie eine entsprechende monatliche Verbrauchsrechnung. Mal schauen wann und was ich als Antwort bekomme.
Die Stadtwerke Wernigerode halten sich zum Thema Smart Meter (die Live Stromzähler ;) ) leider noch bedeckt, dennoch wird das Thema für jeden Kunden ab dem 01.01.2010 eine interessante Sache. Endlich der Abschied von undurchsichtigen Vorauszahlungen an Strom-, Wasser- und Gaslieferanten die teilweise auf den Verbrauchswerten der Vormieter beruhen. Intelligente Stromzähler (wobei die Intelligenz lediglich aus kontinuierlich Übertragung der Verbrauchswerte besteht) sollen dem Verbraucher mehr Durchblick und Transparenz geben, ggf. zu mehr Aufmerksamkeit beim Gerätekauf führen. Ich werde in jedem Fall meine Familie zum Umrüsten motivieren und freue mich auf die ersten Ergebnisse. Mehr im TR Artikel Abschied von der Blackbox. Ich hoffe die Stadtwerke geben zeitnah die Möglichkeit zur Umrüstung und ebenso Umstellung im Abrechnungsverfahren.
Unser Büro wird derzeit mit Baumaschinen umzingelt. Die Stadtwerke Wernigerode werden bis Semptember 2009 eine neue Trinkwasserversorgungsleitung unter die Stasse am Eisenberg bzw. Unterm Ratskopf bringen. Somit wird es wohl an der Nordseite des Hauses etwas laut werden. Gut, dass wir mittlerweile gen Süden unser Büro platziert haben und die hiesigen Firmen gegen 16 Uhr Feierabend machen. Somit dürften unsere Grillsessions auf dem Balkon nicht gestört werden ;)
Ich wollte soeben über den ‘Online-Service’ der lokalen Stadtwerke das angegebene Bankkonto für den automatischen Lastschrifteinzug ändern und bin an die technischen Grenzen der Website gestossen. Mit einem Opera Browser (Version 9.60) lässt sich die Website überhaupt nicht benutzen, Navigationspunkte reagieren nicht -> schlechtes Javascripting. Mit dem Firefox (Version 3.0.6) bin ich dann schon bis zum passenden Formular vorgedrungen, doch dieses lies sich nicht absenden. Dank einer Routine, die die Inhalte des Formulars auf Validität prüfen sollte. Punkt zwei: Schlechtes Javascript. Mit einem Internet Explorer 7 kann man die Website problemlos nutzen, der ‘Online Service’ entpuppte sich jedoch als dummer Formmailer und so wird nun wohl eine Sachbearbeiterin den Auftrag händisch aus ihrem Outlook in die Buchhaltungssoftware kopieren und mich vorab anrufen ob auch alles legitim ist ;)
Gängelung der Kunden, ob ein ‘Nicht-Techniker’ überhaupt auf die Idee kommt oder gar einen zweiten Browser hat?
Wie ist das rechtlich mit der Übermittlung der Daten? Jeder Normale Nutzer geht doch nach einem Klick davon aus, dass die Sache erledigt ist -> stattdessen darf er sich auf eine Mahnung freuen wenn die Lastschrift bounced.