Schön zu sehen, dass unsere ortsansäßigen Unternehmen so langsam im Internet ankommen. Und Geld für Werbung ausgeben.

Imagekampagne von Pharma Wernigerode für Kamillan
An den Einkaufswagen im lokalen Supermarkt der Lidl & Schwarz Gruppe fand ich heute folgende Anzeige:

“Haben Sie ihr Rezept schon eingelöst?” – Kann man mittlerweile davon ausgehen, dass jeder Konsument sich mit Drogen vollpumpt und stetig Rezeptzettel erhält und mit sich rumträgt? Ich hoffe nicht.
Am Sonntag Abend bestellt und soeben mit dem Hermes-Boten abgeliefert: Ein Paket des Versenders Yalook, einer Tochtergesellschaft vom Katalog-Riesen Otto. Der Shop macht teilweise einen unübersichtlichen Eindruck, ist aber in der Gesamtheit eine gute Einkaufsplattform. Einzig die dutzenden Weiterleitungen beim Bezahlvorgang sind für den Kunden verwirrend(wer und was bekommt dort meine Daten?) und ziemlich fehleranfällig.
Überraschend gut ist die Konzeption des Paketes, Shopping-at-Home mit guter Verpackung und Werbung die Eindruck hinterlässt.
Wichtig an einem Paket ist von aussen bereits zu erkennen von wem es gesendet wurde. Es sei denn, die Absender sollten mit Diskretion(Beate Uhse & Co) nicht geizen oder der Wert des Inhaltes ist deutlich höher als die Paketversicherung es hergeben würde. Sowhl bei der Annahme als auch während der Zeit im Kundenhaushalt wird es einer oder mehreren Personen auffallen und so immer wieder schön die Marke in Erinnerung rufen. Diesen Punkt hat Yalook gut erfüllt. Nicht sehr gut, weil es nur teilweise die Domain des Shops zu lesen gibt.

Weiterhin ist die Verpackung und Polsterung wichtig. Bei diesem Paket füllt der Inhalt (2 Paar Jeans) ziemlich gut den Innenraum des Paketes aus, somit war kein künstlicher Füllstoff notwendig, auf werbende Packseide hat man dennoch nicht verzichtet und diese mit einem netten Aufkleber fixiert. Optischer Eindruck ist sehr gut, normalerweise nur bei hochpreisigen Modestores auf Kurfürstendamm & Co eine selbstverständliche Sache.

Auch das Handling der Rücksendung wurde unkompliziert erledigt. Eine gute und wenige Arbeitsschritte umfassende Beschreibung für den Kunden, sehr sinnvoll. Ein kurzer Anruf und morgen wird das Paket wieder abgeholt. Eine Lieferscheintasche für das Aufbringen des Reourenscheines hat man beigelegt, somit ist die Rücksendung ein Kinderspiel.
Der Retourenschein:

Die Lieferscheintasche:

Der effektive Aufwand dürfte für Yalook bei ca. 60 cent liegen (Karton mit eigener Werbung, Packseide, Aufkleber, Retourenschein, Lieferscheintasche). Die sollte man für einen zufriedenen Kunden investieren können.
Leider wird Yalook wohl demnächst schliessen, Otto konnte die Renditeziele nicht erreichen.
Das wär’ doch auch mal eine schöne Aktion in der “Bunten Stadt am Harz” – vielleicht an der Krankenhauskreuzung oder am Westerntor?
BMW hat diese Idee auch schon für eine sehr künstlerisch angehauchte Werbekampagne verwendet. Damals ging es um den Z4 Roadster.
Irgendwie lustig und sehr zweideutig… ob’s an den zwei Gläsern Wein zum Essen lag???

(Werbung bei Chocolata)
Je Gutschein 75,- Euro Wert, bei Einlösung nach dem 28.02.2010 nur noch 50,- Euro. Das Adwords Konto darf nicht älter als 14 Tage sein. Viel Spass:
Gutscheincodes:
JRSX-WT2M-4QJD-SR2R-FXW
JRSX-ZP4A-5U7R-WL3W-WKN
JRSX-XBH8-GJFG-F7HH-5HN
JRSX-XR3S-XRHN-YMZF-RCE
Das wollte ich euch nicht vorenthalten: Eine scheinbar nicht unbekannte Firma aus Osnabrück wirbt für das ‘tolle Produkte’ der ‘kommerziellen Domains’ (.c0.de), nach dem gleichen Muster wie sie auch in Grossbritannien existieren. Nur werden diese dort von einer Registry vergeben. Ein wenig Honig um den Bart geschmiert: Das angeschriebene Opfer wird mit Phrasen wie ‘da Sie mit XYZ.de eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt betreiben’ gelockt und stetig darauf hingearbeitet eine 99 Euro teure Third-Level-Domain zu ‘mieten’.
Das Netz ist meistens schneller als ich und diverse Blogs haben sich bereits über das lustige Anschreiben ausgelassen, hier einige Veröffentlichungen:
- heise.de: .de-Subdomains: Ärger um co.de
- basicthinking.de: Co.de: Billige Subdomain für 99 Euro gefällig?
- basicthinking.de: Subdomain .co.de: Was sagen der Anwalt und die Denic dazu?
- schockwellenreiter.de: So nimmt man Dumme aus
- visualblog.de: Finger weg davon!
Wir haben dieses Schreiben mehrfach bekommen und erfreuen uns kontinuierlich daran wie merkbefreit einige Firmen vorgehen.
Ein sehr schönes Plakatmotiv das Christian in Halle entdeckt hat. Zumindest wird man mit dieser Art Werbung ein wenig Aufmerksamkeit für den angestaubten Bereich der Bibliotheken bekommen. Und das von der Zielgruppe die derzeit wohl am schwersten für das Lesen von Büchern zu begeistern ist: Dem rebellischen Nachwuchs der Bundesrepublik.
Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt: Kneipp bewirbt mit einem riesigen Sponsoring auf der Startseite von Spiegel.de ein neues Badeprodukt. Gute Absichten, denn der Badezusatz mit dem schönen Namen “Glückliche Auszeit” soll glücklich machen.. na, zumindest entspannend und positiv auf den Gemütszustand wirken. Dass dabei Hanf und Mohn im Spiel sind, erzeugt doch einige Assoziationen, die nicht so ganz ‘eindeutig sauber’ sind…

Glücklich mit Hanf?
Wenn stockkonservative Institutionen besonders witzig sein wollen, geht das meistens nach hinten los:
