An den Einkaufswagen im lokalen Supermarkt der Lidl & Schwarz Gruppe fand ich heute folgende Anzeige:

“Haben Sie ihr Rezept schon eingelöst?” – Kann man mittlerweile davon ausgehen, dass jeder Konsument sich mit Drogen vollpumpt und stetig Rezeptzettel erhält und mit sich rumträgt? Ich hoffe nicht.
Neben den neugezeichneten Bauplänen, Erklärungen zu geplanten Baumaßnahmen und diversen ausgefüllten Formularen gehört der Auszug aus der Liegenschaftskarte (meist im Maßstab 1:1000) unbedingt zum Bauantrag dazu.

In Wernigerode bekommt man diesen Auszug aus der Liegenschaftskarte beim Vermessungsbüro Kochbeck & Helms (leider ohne eigene Webseite, wie so viele Unternehmen in WR). Für uns überraschenderweise ein relativ unkomplizierter Vorgang. Per Telefon angefordert, per eMail noch mal einen ‘schriftlichen’ Auftrag erstellt, versprach die Sektretärin uns, dass dies innerhalb von nur 4 Minuten erledigt wäre – auch am gleichen Tag.
NUR 4 Minuten??? Hätte uns schwer gewundert, und klappte, wie erwartet, nicht. Und zwar wegen technischer Probleme. Das Büro hängt an einer 384 KBit DSL-Leitung und schubst tägliche große Datenmengen megabyteweise an Kartenmaterial dadurch. Ein Arbeiten unter solchen Bedingungen ist für kaum mehr vorstellbar. Allerdings hing’s heute nicht an der Leitung, sondern am Server des Landes Sachsen-Anhalt. Der wollte nicht mit der Sachbearbeiterin kommunizieren. So mußten wir am späten Abend nochmals vorbeikommen und hielten den Ausdruck dann in der Hand.
Kostenpunkt liegt bei 12,00 Euro, die das Land in Rechnung stellt. Und bei all dem Aufwand des Vermessungsbüros (Kommunikation mit dem Kunden, Bearbeitung des Auftrages, Materialkosten, Lösung von Problemen mit der Technik) sieht der Inhaber davon nicht einen einzigen Cent Entschädigung. Scheinbar ist der Nutzen des damit verbundenen Erstkontakts für weitere Aufträge privater Natur hoch genug.
Auch wenn es im Eigentlichen ein unkomplizierter Vorgang ist, sollte dennoch vorher angerufen werden. Unser Bauingenieur berichtete von mehreren Tagen Wartezeit, weil dann und wann das spezielle, grün melierte Papier nicht vorrätig sei. Glück gehabt!
Zirka 100 Stadtwerke haben bundesweit mit der Planung oder dem Bau von Glasfasernetzen begonnen. Ziel sei die breitbandinge Versorgung der Kunden mit schnellen Internetzugängen. Die Probleme der Telekomanbieter kann ich jedoch nicht verstehen, eine ‘Rückverstaatlichung’ passiert hier nicht, sondern eher eine Verlagerung von Konkurrenzangeboten zu neuen Zugangswegen. Neben der Telefonleitung werden mittlerweile Internetzugänge über das Mobilfunknetz, Richtfunkstrecken, das TV-Kabel, über Astra/ Satellit, über das Stromnetz oder eben über lokale Glasfasernetze vermarktet. Als Kunden freut es mich.
Jetzt die Ernüchterung: Wernigerode ist nicht dabei!
Wie aus dem Umfeld der Stadtwerke Wernigerode zu hören ist, gab es hier zwar Überlegungen zu dem Thema, diese wurden jedoch vor Jahren als Spielerei abgetan und man konzentrierte sich auf das Kerngeschäft Strom.
Somit sind etliche Kilometer Baustellen der Stadtwerke in dieser Hinsicht völlig ungenutzt geblieben und man hat es versäumt für die Zukunft ein Leerrohrnetz bzw. gar gleich ein entsprechendes Kabelnetz zu schaffen um sich diesen Geschäftsbereich zu erschliessen.
Vermeidet es heute und morgen einen Fuss aus der Tür zu setzen, vermeidet Kontakt zu fremden Menschen! Es ist Landesanwaltstags in Wernigerode! Um die ganze Branche auf einen Streich zu erwischen: Heute Abend ist offzieller Treffpunkt das Brauhaus am Nicolaiplatz. Viel Spass beim Bier! ;)

Wer nicht möchte, dass das eigene Haus bei Google Streetview erscheint kann sich durch folgenden Prozess quälen und vorab eine Unkenntlichmachung beantragen:
Ab Dezember soll es endlich eröffnen, das neue spanische Restaurant in der Marktstrasse. “Tapas und mehr” lautet das Angebot. Wir freuen uns auf die kulinarische Erweiterung.
Köche und Bedienung zur Anstellung werden noch gesucht. Bewerbung im Kartoffelhaus.

Vor ca. 5 Minuten veröffentlichte eine Telekom-Mitarbeiterin, dass der VDSL Ausbau für die nächsten 12 Monate in Wernigerode gestoppt ist. Damit wird sich wohl das derzeitig mit VDSL versorgte Gebiet, wie hier einsehbar, erstmal nicht weiter ausdehnen. Schade…
Ich fahr dann mal zum Training. Einige Outdooreinheiten stehen noch auf dem Programm, dann geht es zum Technik und Taktiktraining in die Halle. Aber heute sind wir nochmal auf dem Kohlgartensportplatz, bewegen uns in kreisähnlichen Runden und würzen das mit Kraft- und Sprintanteilen.
Erneut hat es gebrannt im kleinen Wernigerode. Die Temperaturen der letzten Tage fördern die ständigen Einsätze der Feuerwehr eigentlich nicht, dennoch sorgen Brandstiftung und Unachtsamkeit fast täglich für Einsätze. Ein Gebäude der Storchmühle hat gebrannt. Ein im letzten Jahrhundert beliebter Platz in Wernigerode und somit in recht vielen Erinnerungen der älteren Bevölkerung von Wernigerode vertreten. Für Interessierte: http://www.storchmuehle.de/